Wer küsst schon einen Leguan?
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Jedes siebte Kind in Deutschland lebt in Haushalten, die als arm einzustufen sind. Doch wieviele Kinderfilme gibt es, in denen die Protagonisten tatsächlich kein Geld für Essen oder Kleidung haben? Dieser ist einer der wenigen – von bestechender Authentizität und emotional mitreißend. Tobias Baumann ist 13 Jahre alt, geht in die 6. Klasse und wurde bisher vom Leben alles andere als verwöhnt. Aufgewachsen bei seiner völlig überforderten jungen Mutter und in schwierigen sozialen Verhältnissen, hat er früh lernen müssen, alleine zurechtzukommen. Wer sein Vater ist, weiß der Junge nicht – und obwohl Tobias oft einsam ist und sich die Geborgenheit einer richtigen Familie wünscht, würde er das niemals offen zugeben. Er lebt nach dem Motto: Was mir das Leben nicht freiwillig gibt, das nehme ich mir eben! Ähnlich verhält es sich mit Max Feldkamp – nur steht der zumeist auf der Sonnenseite des Lebens: Jung, dynamisch, erfolgreich und frisch von seiner Freundin getrennt – die wollte doch tatsächlich heiraten und Kinder von ihm – ist Max nun wieder glücklicher Single. Er arbeitet als Chefautor der Daily Soap „Mitten ins Leben“ und lebt ganz so, wie er seine Geschichten schreibt: Über den Inhalt bestimmt er gerne alleine, was ihm nicht gefällt oder was beim Publikum nicht ankommt, wird wieder gestrichen und auf jedes abgeschlossene Kapitel folgt eben automatisch ein neues. Dann kreuzen sich die Wege von Tobias und Max und jeder glaubt, dass er die folgenden turbulent-chaotischen Verwicklungen und Ereignisse unter Kontrolle hat. Aber tatsächlich hat längst das Schicksal die Regie übernommen.
Auszeichnungen:

Kinderfilmfestival Montreal: Government of Quebec Prize 
Schlingel: Europäischer Kinderfilmpreis; Publikumspreis 
EMIL: Darstellerpreis für Frederick Lau 
Goldener Spatz: Bester Kino-/Fernsehfilm; Darstellerpreis für Frederick Lau; Nachwuchspreis Drehbuch 
Nominierung: Grimme-Preis 
Kinderfilmfest Göttingen: Gänseliesel
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Sekundarbereich I: Klassenstufe 5–10; Außerschulische Jugendbildung: Altersstufe 12–16Armut, Familienkonflikt, Jugendfilm, Lebensbewältigung (Kind), Sozialkritischer Film, Vater-Sohn-Beziehung160 Ethik -> 16002 Soziale Bindungen
360 Kinder- und Jugendbildung -> 36001 Lebensbewältigung -> 3600102 Lebenskrisen
580 Spiel- und Dokumentarfilm 58003 Zielgruppenfilm -> 5800302 Jugendfilm 58002 Langfilm -> 5800203 Spielfilm -> 580020391 Gesellschafts- und sozialkritischer Film
120 Deutsch -> 12004 Kommunikation -> 1200403 Kommunikationsanregung -> 120040304 ArgumentierenDie DVD bietet Materialien zur Medienkunde und zu den im Film angesprochenen Themen. Unter den Stichworten Filmfiguren, Filmgespräch, Mobbing, Vater und Sohn und Vernachlässigung finden sich in einer Übersicht (Themen A-Z) die relevanten Filmkapitel sowie sämtliche Arbeitsmaterialien. Die Methodischen Tipps und Arbeitsblätter liegen als Word-Dateien vor und sind daher durch die Lehrkraft leicht veränderbar. Erwähnenswert sind außerdem die kreativen Arbeitsaufträge. Bei einem Auftrag zur Neuformulierung der Schlussszenen beispielsweise wird auf anregende Weise das abstrakte Thema des Realitätsbezugs behandelt.
















