Kabale und Liebe

  • Kabale und Liebe

    Spielfilm von Heinz Schirk
    Deutschland 1980, 105 Minuten
    FSK: LEHR

    4652475
    Deutsch
    Für den Unterricht empfohlen
    für Medienzentren (V+Ö)
    € 238,00
    Verleihrechte und alle Rechte zur öffentlichen nicht gewerbl. Vorführung
    inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versand
  • Dieses frühe Theaterstück von Schiller – die Uraufführung war 1784 in Frankfurt a. M. – zeigt, dass Macht für den Dichter immer ein Gesicht, ein konkretes Gegenüber hat. In der Kammerdienerszene, in der ein Vater, dessen Söhne Opfer des unmenschlichen Soldatenhandels sind, im Salon der Herzogsmätresse die kaltblütig-egoistische deutsche Fürstenpolitik anklagt, kommt die gesellschaftskritische und sozialrevolutionäre Komponente des Dramas am stärksten zum Ausdruck. Der Herausgeber ersetzte damals den ursprünglichen Titel „Luise Millerin“ durch den nicht nur effektvolleren, sondern auch den dramatischen Konflikt besser treffenden Titel „Kabale und Liebe“: Die sich auf das gottbestimmte und naturgegebene Recht des Herzens berufende reine Liebe zwischen dem Major Ferdinand von Walter und dem Bürgermädchen Luise vermag sich gegen Standeskonventionen, Hofkodex und Karrieresucht nicht durchzusetzen – die Liebe muss vor der Intrige kapitulieren. Die Verfilmung hält sich vollkommen an das Schillersche Original und ist in ihrer konventionellen Inszenierung quasi die perfekte Illustration des Stücks. Hervorragende Leistungen zum Teil sehr bekannter Schauspieler wie Thekla Carola Wied oder Klausjürgen Wussow machen die Produktion zur idealen Unterrichtsverfilmung.

  • Sekundarbereich II: Klassenstufe 11–13; Erwachsenenbildung
    Drama (Literatur), Fernsehfilm, Literaturverfilmung, Sturm und Drang

    120 Deutsch -> 12001 Literatur -> 1200102 Dramatik -> 120010202 Adaption als Verfilmung

    580 Spiel- und Dokumentarfilm -> 58002 Langfilm -> 5800203 Spielfilm -> 580020318 Literaturverfilmungen

    Die DVD bietet eine schnelle Orientierung innerhalb der einzelnen Kapitel durch kurze Zusammenfassungen des Inhalts mit genauer Angabe der Spielzeit. Außerdem beziehen sich die verschiedenen Arbeitsanregungen auf diese Kapitel, wodurch ein langwieriges Suchen vermieden wird. Die angebotenen Arbeitsblätter können über einen entsprechenden Button als PDF-Dokument oder als Word-Datei geöffnet werden. Sie stehen somit zur uneingeschränkten Weiterbearbeitung zur Verfügung - einschließlich des Bildmaterials - und können auf die individuellen Schwerpunkte der Lehrkraft oder den Leistungsstand der Klasse zugeschnitten werden. Inhaltlich werden sinnvolle Themen gesetzt, etwa ein Vergleich der Dramenstruktur von Vorlage und Verfilmung, die Erarbeitung der Hauptcharaktere, Fragen zum Thema Generationenkonflikt, zur Epoche, zum Autor und zur Form des bürgerlichen Trauerspiels. Für die im Bildungsplan geforderte Vertiefung der Medienkompetenz erhält die Lehrkraft geeignete Hinweise und Arbeitsvorlagen (untersucht wird z.B. die Wirkung des Lichteinsatzes im Zusammenhang mit der Darstellung der jeweiligen Handlungsräume und Gesellschaftsschichten).